Rauhhaarteckel von der Harth

Rauhhaateckel von der Harth. Eingetragener Züchter im DTK 1888 e.V.

Der Teckel als Gebrauchshund

Der Teckel ist der kleinste Vetreter in der Gruppe der Jagdhunde und zählt zu den Bauhunden. In der Zucht wird Wert darauf gelegt, die hervorragenden Eigenschaften ( man spricht auch von "angewölft") zu erhalten. Der kleine Racker ist ein treuer Familienhund, ebenso aber auch ein wachsamer und mutiger Jagdhelfer . Eingesetzt wird der Teckel überwiegend im Nachsuchen ( Spur vom verletzten Wild) und zur Baujagd . Hier nimmt er es furchtlos mit Fuchs, Marder oder Dachs auf. Doch auch Stöbern oder Wasserarbeit liegen in seinem Element. Die Teckel erbringen diese Arbeit mit Freude und Begeisterung - es ist ihnen angewölft. Für seine gute Arbeit werden ihm vom Verband (DTK /VDH) Leistungszeichen verliehen. Diese Auszeichnungen werden auf der Ahnentafel eingetragen und bleiben ein lebenlang bestehen. Bei den Leistungszeichen unterscheidet man zwischen Anlageprüfungen und Jagdgebrauchsprüfungen.

Rauhhaarteckel / Rauhhaardackel von der Harth
 Unsere Dackel / Teckel als Familien und Begleithunde
Akuelle Informationen von den Rauhhaarteckeln von der Harth
Rauhhaardackewelpen / Rauhhaarteckelwelpen vom Züchter

Anlageprüfungen : sind Prüfungen auf das angewölfte (angeborene) Jagdverhalten des Teckels. Hierbei handelt es sich nicht um einen Jagdeinsatz. Im Beisein von drei anerkannten Richtern wird überprüft, wie sich der Teckel verhält. Oft werden die Anlageprüfungen auch als Ausbildung genutzt, denn hiebei befindet sich der Teckel stets unter Kontrolle und der Mensch kann eingreifen, falls der Teckeleifer überhand nimmt. Auch sind die Anlageprüfungen gut für Teckel, welche schon "selbstständig " auf die Spur oder Stöbern gehen. Im Training lernt der eigenständige Teckel seinen Jagdeifer dem Willen seines Rudelführers anzupassen. Auch für die Familie / Besitzer ist es oft überraschend zu sehen, wie ihr Teckel auf einmal auf freiem Feld anfängt zu arbeiten. Die Anlageprüfungen sind die Vorbereitung für die Jagdgebrauchsprüfungen. Ohne diese Ausbildung wird kein Teckel zur Jagd zugelassen. Einen Teckel, der von sich aus auf die Fährte geht, sollte im Rahmen der Anlage ausgebildet werden.

Die Anlageprüfungen im einzelnen:

Der Dackel - Ausstellung, Leistung und Zucht
Beschäftigung für Dackel / Teckel
Erlebnisse und Begebenheiten eines Dackelbesitzers
Sfk (Schussfestigkeit) Es wird das Vehalten des Teckels bei plötzlichen, lauten Geräuschen (Schuss) geprüft. Hierbei wird der Teckel geschnallt (von der Leine abgemacht) und läuft frei. In einigem Abstand werden nacheinander einige Schüsse abgegeben. Der Teckel sollte sich ruhig und nicht ängtlich verhalten. Flüchtet er oder verkriecht sich, ist die Prüfung nicht bestanden. Eine Prüfung die auch für Teckel als Begleithunde sehr geeignet ist - denkt man an den täglichen Strassenverkehr mit Lärm und Geräuschen.
Bei dieser Prüfung gibt es keine Punktzahl. Der Teckel hat bestanden, wenn er sich ruhig verhält.
Sp (Spurlaut) Eine Prüfung für das angewölfte (natürliche) Verhalten des Teckels. Er soll zeigen, ob er in der Lage ist eine frische Spur zu finden, diese durch *Laut geben* anzuzeigen und ein Stück zu verfolgen. Dieses *Laut geben* ist ein Bellen in einem bestimmten, sehr hohem Ton. Den meisten Teckeln ist dieses Verhalten von Geburt an mitgegeben. Die Prüfung findet meist im Frühjahr auf freiem Feld statt. Es wird darauf geachtet, ein Revier (das ein Jäger zur Verfügung stellt) zu wählen, daß abseits von Strassen liegt. So befinden sich auch Teckel, welche die Spur sehr weit verfolgen, nicht in Gefahr auf eine Strasse zu geraten. Bei einer gut organisierten Prüfung gibt es außerdem noch Helfer, welche in größerer Entfernung positioniert sind und mit dem Fernglas einen Überblick über die Felder haben. Der Teckel steht also unter *Beobachtung*. Jeder Teckel trägt als *Neuling* ein Signalhalsband mit derTelefonnummer des Besitzers. Den Inhabern der umliegenden /angrenzenden Jagdreviere wird der Prüfungstag bekannt gegeben. Die Revierinhaber werden den Teckel, sollte er in ihrem Revier laufen (einem Hasen kann man nun mal nicht sagen wo die Reviergrenzen sind...) somit nicht als Streuner ansehen.
Zur Prüfung bilden die Teilnehmer eine Reihe und laufen über das Feld. Der Teckel ist hierbei an der Leine. Kommt ein Hase hoch, wird der Richter einen Teilnehmer bestimmen. Dieser setzt seinen Teckel an der Sasse auf die frische Spur (durch den Feldbewuchs bekommt der Teckel den Hasen während der ganzen Prüfung nicht zu sehen - er wird also nicht auf ein lebendes Tier gehetzt, sondern soll lediglich dessen Spur aufnehmen und wer schon einmal die Schnelligkeit eines Hasen gesehen hat, weiß auch, dass der Teckel ihn nie* erwischen* wird.... !!!) Hat der Teckel die frische Spur aufgenommen wird er sie mit lautem anhaltendem Gebell anzeigen und ihr einige hundert Meter über sämtliche Haken und Windungen hinweg folgen. Der Geruch einer Hasenspur verflüchtigt sich sehr schnell, der Teckel verliert die Spur und kehrt in einem Zeitraum von 10-20 min zurück. Gute Hunde mit einem sehr ausgeprägtem Geruchsinn oder Jagdeifer sind etwas länger unterwegs - doch keine Panik - alle kommen wieder. Ein Teckel weiß genau wo sein Rudel sich befindet, notfalls folgt er sogar der Spur seines Rudels (sollte es inzwischen weitergegangen sein). In der Prüfungsordnung hat der Teckel bis zu einer Stunde Zeit wieder bei seinem Führer zu erscheinen. Alle Teckel die wir bisher auf Spurlaut gesehen haben, hatten extrem viel Freude an dieser Arbeit und kamen geschafft, aber regelrecht freudig (glücklich) zurück.
Die Prüfung wird in vier Bereichen bewertet , für - Nase, - Spurlaut,- Spurwillen,- Spursicherheit - werden Punkte vergeben. Als Höchstpunktzahl kann der Teckel 100 Pkt. erreichen.
Auch als Nichtjäger finden wir diese Prüfung geeignet für alle Teckelbesitzer, deren Vierbeiner immer öfter selbständig in Wald oder Feld *verschwinden*. Diesen Teckeln ist ihr Verhalten von Grund auf angewölft - man sollte sie ausbilden, um ihr Jagdverhalten kontrollieren zu können. Ein nicht ausgebildeter Teckel kann schnell zum Streuner werden. Die Teckel lernen beim Training zur Spurlautprüfung nicht nur Gehorsam, sondern auch das sie auf Kommando einer Spur folgen dürfen - ohne Kommando nicht (zumindest sollte es so sein....). Sie lernen zurück zu kommen ( eine Pfeife hat sich hier sehr bewährt) und - wenn sie mehrere Male einer Hasenspur folgen durften - bekommt das Ganze etwas Normalität. Der Teckel kennt den Geruch und wird sich wesentlich besser abrufen lassen, der Reiz des Unbekannten ist nicht mehr vorhanden. Das Training sollte nur innerhalb der DTK Gruppe stattfinden oder mit dem Einverständnis des Revierinhabers ! Auch Felder sind Jagdreviere und Hunde die ohne Einverständnis des Jägers und des Bauern auf dem Feld arbeiten, können durchaus als Streuner angesehen werden. Im zeitigen Frühjahr oder im späten Herbst (wenn die Felder brach liegen und keine Schonzeit ist ) sind viele Jäger und Bauern nach Absprache bereit, auch einmal einen revierfremden Hund arbeiten zu lassen.
BhFK/95 (Fuchsbau/Kunst, Eignungsbewertung Bodenjagd) Bei dieser Anlageprüfung geht es nicht nur um das Verhalten des Teckels im Bau, sondern auch um das Lernen ! Der Teckel lernt mit möglichen Gefahrensituationen umzugehen. Keineswegs wird hier der Teckel auf ein lebendes Tier gehetzt - der Fuchs ist zu KEINER Zeit für den Teckel erreichbar und sitzt sicher hinter einem Schieber (Gitter)! Der Kunstbau ist eine Anlage (Schliefanlage) aus Holz oder Beton die einem natürlichen Bau nachgestaltet ist, jedoch ist der Teckel an jeder Stelle der Anlage erreichbar. Sämtliche Gänge und Kessel lassen sich schnell und problemlos von oben öffnen. Die Erfahrungen im Kunstbau können für einen Teckel im Naturbau überlebenswichtig sein, vor allem wenn er nicht im Jagdgebrauch steht und wenig Erfahrung hat.
Zu Beginn des Trainings wird der Teckel erst einmal den Kunstbau kennenlernen, ohne das ein Fuchs eingesetzt wird. Der Teckel lernt enge Gänge mit Steigungen, Biegungen und Gefälle bei Dunkelheit zu meistern. Ist er im leeren Bau sicher wird in einem der Kessel (Bauhöhle nachempfunden) der Fuchs eingesetzt. Nun muß der Teckel lernen den Fuchs zu verbellen. Zwischen Fuchs und Teckel befindet sich ein Gitter ! Dieses Verbellen ist wichtig ! Der Hund zeigt damit an, ob ein Bau besetzt ist, außerdem - sollte der Teckel im Naturbau stecken bleiben oder verschüttet werden (der Dachs ist darin sehr gut...), dann muß der Hundeführer sofort hören können, an welcher Stelle er den Teckel ausgraben muß. Verbellt der Teckel lang und anhaltend, dann folgt der nächste Schritt. Der künstliche Gang wird an einer Stelle zu 2/3 (Höhe) mit Sand gefüllt. Der Teckel lernt sich durchzugraben. Warum dies im Naturbau lebensrettend sein kann, muß wohl nicht weiter erläutert werden. Das Durchgraben wird zur Prüfung nicht mehr verlangt, beim Training ist diese Übung im Interesse des Teckels jedoch sinnvoll. Zum Schluß wird der Fuchs in den sogenannten Drehkessel gesetzt. Die Besonderheit liegt hier im Schieber. Dieser Schieber läßt sich in einem bestimmten Rahmen bewegen. Der Teckel hat die Möglichkeit durch Druck an den Schieber (ans Gitter), den Fuchs nach hinten zu drängen - zum Ausgang des Bau´s (der direkt hinter dem Drehkessel liegt). Der Fuchs weicht dem drängendem Gitter (bzw. Hund) aus und springt ans Tageslicht (in eine große Box....). Der Teckel hat den Fuchs *gesprengt* und seine Aufgabe erfüllt. Zur Prüfung wird das Sprengen aus dem Drehkessel nicht verlangt. Es reicht aus, wenn der Teckel den Fuchs vor dem Drehkessel verbellt.
Bei dieser Anlageprüfung gibt es keine Punkzahl. Der Hund hat bestanden, wenn er den leeren Kunstbau meistert ohne Laut zugeben und den anschließend eingesetzten Fuchs vor dem Schieber verbellt.
Ein Teckel der im Kunstbau gelernt hat, wird sich im Naturbau wesentlich ruhiger und geübter verhalten. Und dabei ist es völlig gleich, ob er nun ein Jagdgebrauchshund ist oder ob er ein Familienhund ist, der beim Spaziergang eine Röhre oder einen Bau entdeckt, die er mit erwachtem Interesse erkundet und plötzlich einem Fuchs gegenüber steht.....Die Ausbildung im Kunstbau hilft den Teckel vor Unfällen zu bewahren.
Übrigens: Zu jeder Schliefanlage gehören mindestens zwei Füchse. Diese leben in einem großen Zwinger oder Freigehege, sind schon in Menschenhand aufgewachsen und an Hundegebell gewöhnt. Nach jeder dritten Arbeit in einem Kunstbau, wird der Fuchs gewechselt. Der Fuchs ist ständig durch einen tierschutzgerechten Schieber vor dem Hund geschützt. Dies sind nicht nur Tierschutzbestimmungen, sondern auch der DTK hat hier strenge und klare Vorgaben. Dies gilt für jede Arbeit oder Prüfungen am Wild. Die Prüfer haben sich vor Beginn der Prüfung am Fuchs von dessen einwandfreien Gesundheitszustand zu überzeugen. Die Füchse werden täglich durch den Schliefenmeister betreut und regelmäßig tierärztlich kontolliert, geimpft usw.

Die BhFk/95 ist die Voraussetzung für die Arbeit am Naturbau. Ohne diese bestandene Anlagenprüfung darf der Teckel nicht am Naturbau arbeiten.

Wa.T. (Wassertest) Der Teckel soll eine geschossene Ente aus dem Wasser holen. Natürlich wird zur Prüfung nicht auf Enten geschossen, sondern die Situation nachgestellt. Ein Schuss wird abgegeben und gleichzeitig wirft ein Helfer eine Ente ca. 6-8m in eine Gewässer. Aufgabe des Teckels ist es, die Ente herauszubringen. Bewertet werden "Wasserfreudigkeit" und "Bringen". Bei dieser Anlegeprüfung soll vor allem die Wasserfreude des Teckels geprüft werden, daher wird die Wasserfreudigkeit auch höher Bewertet als das Bringen.
Der Wassertest gilt auch als Schussfestigkeitsprüfung.
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Alle Leistungszeichen werden zusätzlich mit einem * /J* versehen, wenn der Teckel die Prüfungen bereits im Jugendalter (bis 15 Monate) abgelegt hat. Haben mehrere Hunde die gleiche Punktzahl, so wird z.B. Sp/J höher plaziert als Sp (bei gleicher Punkzahl ist die Leistung des jungen Hundes höher zu bewerten als die Leistung des älteren Hundes)
Die Anlageprüfungen kann jeder mit seinem Teckel ablegen, auch Nichtjäger.
Halten sie Ihren Teckel als Familienhund und zeigt er KEINE Anzeichen für jagdliche Ambitionen, dann sollte man seinen Teckel im Rahmen der Begleithundeprüfungen (siehe weiter unten) ausbilden. Der DTK bietet für Nichtjäger die BHP 1 , 2 und BHP 3 an, sowie (als Aufbau) die erschwerten BHP 1 bis 3 . Zusätzlich gibt es noch den Hindernisslauf (HL) eine Art Agility für Teckel.

Die Begleithundeprüfung:
BHP I (Begleithundeprüfung) Zur BHP I gehören die Führigkeit des Hundes mit und ohne Leine, dabei müssen Hindernisse umgangen oder überwunden werden. Ebenso wird das Verhalten des Hundes beim Durchqueren einer Menschenmenge, einige davon mit Hund, geprüft. Der Hund muß seinem Führer zügig folgen, ohne auf die Menschenansammlung oder fremde Hunde zu reagieren.
Nächster Bestandteil der BHP I ist die Folgsamkeit. Der Hund wird abgeleint und muß sich vom Führer entfernen (wahlweise auch Ablegen). Auf Ruf hat der Teckel zügig zu seinem Führer zu kommen.
Weitere Bestandteile sind Ablegen (der Hundeführer legt den Hund ab und entfernt sich, der Hund darf weder bellen noch jaulen, noch auf vorbei gehende Hunde reagieren), das Verhalten bei Geräuschen (der Hund darf weder ängstlich noch aggressiv reagieren), und das Verhalten gegenüber Menschen (mindestens 6 Menschen gehen auf den Hund zu - beim ersten Mal ruhig und gelassen, - beim zweiten Mal zügig und mit Händeklatschen,- der Hund darf keine Fluchtreaktion zeigen oder Drohgebärden, es ist ihm jedoch gestattet den Kreis zu verlassen)
Zum Schluß folgt das Verhalten im Strassenverkehr. Der Hund darf sich Radfahrern nicht aggressiv zeigen, muß bei Klingeln ruhig bleiben und sollte auch plötzlich aufgespannte Regenschirme oder Ansprache durch fremde Menschen ruhig hinnehmen. Beim Überqueren einer Strasse sollte der Hund seinem Führer zügig folgen, am Strassenrand sitzen oder stehen bleiben.
BHP II Führersuche und Warten. Der Teckel muß vor einem Geschäft /Gebäude mindestens 5 min ruhig warten und hat andere Hunde sowie Passanten zu ignorieren. Er darf weder dauernd winseln oder bellen, noch darf er sich mehr als einen Meter von seinem Platz entfernen.
Bei der Führersuche verbleibt der Teckel bei einem Prüfungshelfer, während der Führer mit einem weiteren Helfer auf offenem Gelände ein kräftige Spur tritt ( oder schlürft-wie auch immer...) und sich anschließend versteckt. Der Hund darf dies nicht beobachten. Die Spur sollte ca. 300m lang sein und 2 Haken im rechten Winkel haben. Unmittelbar danach setzt der Helfer den Hund an der Fährte an. Der Teckel soll seinen Führer (meist Herrchen oder Frauchen) zügig finden.
BHP III Ist die Wasserfreude. Ein beliebiges Spielzeug oder Stöckchen (schwimmfähig) wird ca. 6-8m in tiefes Wasser geworfen. Der Teckel soll freudig ins Wasser gehen und den Gegenstand ans Ufer bringen. Bewertet werden Wasserfreude und Bringen.
BHPS 1-3 (Erschwerte Begleithundeprüfung) Erschwerter Gehorsam, Gehorsam aus der Bewegung heraus, Warten im Auto bei offener Tür, Vorrausschicken mit Halt, Suchen auf einer Fremdspur, Suchen und Finden von einem Bringgegenstand nach Spur
BHP - G (Begleithundeprüfung Gesamt) Dieses besondere Leistungszeichen wird nur an Hunde vergeben, die es geschafft haben die BHP I bis BHP III hintereinander an einem Tag abzulegen. Besteht ein Hund nur eine Teilprüfung z.B. BHP I und an einem anderen Tag die BHP II oder III, kann ihm das Leistungszeichen BHP-G nicht mehr verliehen werden.
Die Jagdgebrauchs bzw. Eignungsprüfungen (in stark gekürzter Fassung):
St (Stöberprüfung )

StiJ (Stöbern im Jagdbetrieb)

Bei der Stöberprüfung wird zunächst Gehorsam und Leinenführigkeit geprüft. Der Teckel muß unangeleint seinem Führer dicht folgen und dabei auch Hindernisse überwinden oder umgehen. Anschließend wird er frei abgelegt und der Hundeführer entfernt sich außer Sichtweite. Der Teckel muß absolut ruhig auf dem ihm zugewiesenen Platz liegen bleiben, auch während der Abgabe von zwei Schüssen ! Ebenso wird geprüft, ob sich der Teckel auch am Stand / beim Standtreiben ruhig verhält (wie schon bei der Spurlautprüfung erwähnt - gejagd wird nur auf Kommando !)

Der zweite Teil besteht aus aus der Stöberarbeit selbst. Dem Hund werden zwei bestimmte Waldgebiete zugewiesen, dieses muß er selbständig durchsuchen und gefundenes Wild unter Lautgabe "heraustreiben" bzw. diesem solange folgen, bis es das zugewiesene Gebiet verlassen hat.

Diese Prüfungen wird mit verschiedenen Punkten (Stöbern, Ausdauer, Finden, Leinenführigkeit, Schussruhe usw.) bewertet. Findet ein Teckel kein Wild oder erhält er in einem der einzelnen Fächer ein ungenügend, so hat er die Prüfung nicht bestanden.

WaS (Waldsuche) Ist der Stöberprüfung ähnlich. Auch hier Unterteilung in Gehorsam und Waldsuche, wobei der Hund hier immer wieder Kontakt mit seinem Führer aufnehmen muß.
BhN

Bodenjagd / Bauarbeit Natur

Die Prüfung im Naturbau ist der BhFK/95 ähnlich. Der Teckel schlieft ein und muß den Fuchs (oder das Raubwild) verbellen, bzw. sprengen (ans Tageslicht jagen). Großer Unterschied: der Mensch kann nur bedingt eingreifen, der Teckel ist auf sich allein gestellt. Das Leistungszeichen enthält dann noch die entsprechende Angabe, welches Raubwild der Teckel gesprengt hat. Z.B. BhN (F) oder BhN/F (Bauhund Natur Fuchs). D=Dachs, M=Marder, W=Waschbär
Vp (Vielseitigkeitsprüfung)

Int.Vp (int. Vielseitigkeitsprüfung)

VpoSp (Vielseitigkeitsprüfung ohne Spurlaut)

Die Vielseitigkeitsprüfung beinhaltet Teile aus fast jeder Jagdgebrauchsprüfung und zeigt die vielseitige Einsetzbarkeit des Teckels. Die Vielseitigkeitsprüfung ohne Spurlaut findet, wie der Name schon sagt ohne Spurlaut statt. Geprüft werden Gehorsam , Stöbern oder Waldsuche, Schweißarbeit und dann mit oder ohne Spurlaut. Die einzelnen Fächer sind auf Grund der Anzahl der Prüfungsfächer bei der Vp kürzer, die Zeiten und Entfernungen geringer gehalten als bei den Einzelprüfungen.
SchwhK

(Schweißarbeit, Kunstfährte)

Die Schweißarbeit wird noch mehrmals unterteilt. Gemeinsam ist allen der Ablauf. Der Hund muß einer mit Wildschweiß künstlich angelegte Fährte folgen. Diese beträgt ca. 1200m und hat mindestens drei Haken. Wege, dichtes Unterholz oder auch Bäche dürfen nicht umgangen werden, der Hund muß die Fährte wieder aufnehmen. Am Ende der Fährte liegt ein Stück Wildbret. Der Führer kann entscheiden, ob sein Hund Verbellen oder Verweisen soll. Beim Verbellen muß der Hund das gefundene Wild ,nach dem er nach 2/3 der Strecke geschnallt (von der Leine losgemacht) wurde, verbellen. Beim Verweisen (gleiche Bedingungen), muß der Hund zu seinem Führer zurückkommen und ihn zum Wild führen. Die verschiedenen Schweißprüfungen
  • SchwhK/ 40 (40Stunden-Fährte, d.h. die Fährte muß mindestens zwei Nächte liegen)
  • SchwhKF (Schweiß mit Fährtenschuh)
  • SchwhN (Schweißarbeit auf Naturfährte z.B. nach Wildunfall)
  • SchwPoR (Schweißprüfung ohne Richterbegleitung)

Bei den Schweißprüfungen ohne Richterbegleitungen sind Führer und Hund auf sich allein gestellt ohne den Fährtenverlauf zu kennen, d. Richter (hat Kenntnis von Fährtenverlauf) wartet am Ziel. Für diese Prüfung sollte der Teckel wirklich gut an der Fährte arbeiten können, ansonsten irrt man stundenlang im Wald herum....

Die Arbeit des Teckels nach dem Auffinden des Wildes hat das Leistungszeichen Tv (Totverbeller) oder Tw (Totverweiser). Bringt der Teckel keines dieser beiden Leistungszeichen, dann kann der Führer für die Schweißprüfung reine Riemenarbeit (Leine) wählen. .